Die Mäuse (23) im Lenormand: Bedeutung und Kombinationen
Mehrere graue Mäuse, die an Brot, Käse oder Getreide knabbern, oft in einer Speisekammer oder an einem Tisch. Das Bild ist unauffällig und gerade deshalb wirkungsvoll. Die Mäuse beschreiben Verlust in kleinen Portionen: Dinge, die langsam weniger werden, Zeit, die verrinnt, Aufmerksamkeit, die an Kleinigkeiten verloren geht. Wo sie liegen, nagt etwas, das du vielleicht erst bemerkst, wenn ein Loch entstanden ist.
In der Tradition
In der Überlieferung stehen die Mäuse für Verlust, Schwund und Diebstahl. Sie werden als etwas gelesen, das sich nach und nach verringert, sei es Geld, Besitz oder Geduld. In der deutschen Tradition hießen sie lange auch Ratten, und so oder so galten sie als Karte der Sorgen und der Unruhe, die an einem zehrt.
Als Spielkarteneinsatz tragen die Mäuse die Kreuz Sieben. Viele Kartenleger betonen, dass der Verlust selten dramatisch ist, sondern schleichend. Liegt eine gute Karte daneben, heißt es, ein Verlust könne wiedergefunden oder ausgeglichen werden.
Wie Falyora die Karte liest
„Du wirst etwas verlieren“ sagt jede Legung irgendwann und trifft immer, denn irgendetwas geht immer verloren. Falyora sucht bei den Mäusen die konkrete Stelle: Wo knabbert es, und ist es Geld, Zeit oder Geduld?
Knabbern die Mäuse gleich am Anfang eines Paares, ist der Schwund das Thema, und die zweite Karte zeigt, was davon betroffen ist. An zweiter Stelle nagen sie an der vorderen Karte und verkleinern sie. Eine Sonne mit den Mäusen dahinter ist Zuversicht, die langsam schwindet. Ein Buch mit den Mäusen dahinter ist Wissen, das verloren geht, oder eine Unterlage, die nicht mehr auffindbar ist.
Nebeneinander
Die Mäuse & Die Fische
Mäuse vor Fische ist die klassische Geldschwundkombination. Viele kleine Ausgaben, die sich summieren, Abos, die du vergessen hast, ein Budget, das schneller schrumpft als geplant. Die Fische zeigen, dass es um Finanzen geht, die Mäuse, dass es leise geschieht.
Die Mäuse & Das Herz
Mäuse und Herz zusammen beschreiben Gefühle, an denen etwas nagt. Sorgen in einer Beziehung, Zweifel, die sich langsam einschleichen, oder Liebeskummer, der nicht laut ist, aber anhält. Das Herz ist noch da, aber es ist müde geworden.
Die Mäuse & Der Schlüssel
Liegt der Schlüssel hinter den Mäusen, ist etwas Wichtiges abhandengekommen, im wörtlichen oder übertragenen Sinn. Ein verlegter Gegenstand, eine Lösung, die dir entglitten ist, oder die Sicherheit, die du vorher hattest. Positiv gelesen: Das Verlorene lässt sich wiederfinden.
Die Mäuse & Der Klee
Klee vor Mäuse: Ein kleines Glück verpufft. Eine Gelegenheit, die du verpasst hast, ein Gewinn, der wieder ausgegeben ist, bevor du ihn genießen konntest. Vom ohnehin kurzen Klee knabbern die Mäuse noch ein Stück ab.
Verwandte Karten
Mäuse richten keinen großen Schaden auf einmal an. Die Karte macht die kleinen Lecks sichtbar, solange sie noch klein sind, und kleine Lecks lassen sich leichter stopfen als große.
Die Deutungen dienen der Unterhaltung · ab 13